Die Arbeiten von Bjarne Geiges sind weniger große Werkzyklen. Ihn beschäftigen verschiedene Themen,             (z.B. „Erinnern-Vergessen“, „Alleinsein“ oder "Dialog"). Ein unruhiger Prozess, tastend und sich immer neu hinterfragend.
Die Drucke haben ein kleines Format. Anstatt auf Distanz vor einem „Poster“ zu stehen, ist der Betrachter gezwungen,
nah vor das Bild zu treten, anzuhalten und sich einzulassen.            

           Die Fotos feiern keine schönen Motive und sind auch keine Postulate, die einer umständlichen Deutung
bedürfen. Sie bieten die Möglichkeit, eine oder sogar mehrere Geschichten zu lesen.
                                                              John Berger über eine andere Art zu erzählen: „Angenommen, man versucht, eine Anzahl Fotografien, die aus den
Millionen existierender Bilder ausgewählt sind, so anzuordnen, dass diese Anordnung Erfahrung mitteilt. Erfahrung,
wie sie in einem Leben oder mehreren Leben enthalten ist. Wenn das geht, könnte es auf eine für die Fotografie
spezifische Erzählform hinweisen.“

           Quint Buchholz schrieb zu einer Ausstellung: „...und damit sind wir beim Spiel, uns dieser mal staunenden,
mal philosophischen, mal übermütigen
Entdeckerlust anzuvertrauen, die Welt neu zu verstehen und sie uns anzueignen, indem wir - eben - mit ihr spielen, sie anders erschaffen, auf den Kopf stellen: das ist es, was uns die Fotografien
von Bjarne Geiges über sich
selbst hinausweisend vorschlagen, woran sie uns erinnern.“

 

 

 

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© Bjarne Geiges